Wer ich bin...

Zwischen Kuhweiden, Traktoren und der Familie aufgewachsen, könnte man denken, ich sei ein Mädchen der Natur. Eine Heidi, wie sie im Buche steht, nur ohne die Alpen. Das wäre mir auch recht, nur scheint es, als hätte mir meine Mutter ihr Bauerstochter-Gen nicht vererbt. Ich mag das Landleben und würde mich auch als Landei bezeichnen, doch durch den Dreck tollen? Im Stroh schlafen? Mit den Kühen auf Schmusekurs? Das bin nicht ich. Ich mag mich gerne sauber, mein Bett gerne ohne stachelige Einlagen und gehe gerne mit 600 Kilo schweren Tieren in eine Kuschelrunde, nur müssen die wiehern und nicht muhen.

Wie jedes durchschnittlich begabte Kind besuchte ich brav jede Klasse von der ersten bis zur sechsten, wechselte in die Oberstufe und begann schliesslich meine Ausbildung zur Kauffrau. Um mal etwas anzugeben, dort wurde aus der Durchschnittsschülerin eine kleine Streberin. Eine Note unter einem 5.0 kam einer Naturkatastrophe gleich. Meinen KV-Abschluss absolvierte ich als beste meiner Stufe. Kleine Notiz am Rande: Ich heulte, als ich den Anruf bekam.

Die meiste Zeit meines Arbeitslebens verbringe ich nun in einem Verlag für Quartierzeitungen. Wie meine erste Ausbildung vermuten lässt, nicht im Team der kreativen Köpfe, sondern hinter dem Empfangspult. Seit September 2019 jedoch trage ich eine neue Kopfbedeckung. Ich bin Redaktorin. Dazu gehört auch die Ausbildung am MAZ in Luzern.

Schon als Sekretärin schrieb ich immer wieder Kolumnen und Artikel für die Quartierzeitungen des Verlages, irgendwann kam die Chance, aus dem Hobby einen Beruf zu machen und es gab nur die Möglichkeit zuzupacken.

So landete ich hier.